Hallo ihr Lieben!
Heute zeige ich euch die verschiedenen Versionen meiner Weltkarte, die ich für meine Dolmatûm-Welt entworfen habe.
Die originale Zeichnung
Die erste Skizze habe ich 2011 per Hand gezeichnet und bis 2012/2013 immer weiter mit Ideen und interessanten Landschaftsmerkmalen und Orten ergänzt. Diese Skizze befindet sich noch immer in meinem Notizbuch, erstreckt sich über eine Doppelseite und ist etwa im A3 Format.
Die originale Skizze meiner WeltkarteWie viel Planung steckt drin?
Es hat riesigen Spaß gemacht, sich all diese fantastischen Orte vorzustellen und ihnen ein geographisches Zuhause zugeben. Doch im Großen und Ganzen ging es dabei mehr nach Gefühl. Gewissermaßen kamen dann Gedanken wie „Definitiv ein großes Gebirge mit einem gigantischen Wasserfall!“ Oder der spontane Gedanke, einen besonders großen Baum in einen Wald einzufügen. Da gibt es sicher eine Geschichte, die irgendwann erzählt wird, aber bisher noch nicht.
So bin ich drangegangen, habe immer wieder kleine Details spontan eingefügt und daher entwickelte sich das alles sehr organisch. Wie eine Welt eben.
Die digitale Zeichnung
Dieses Foto habe ich dann als Vorlage genommen, um digital „drüber zu zeichnen“. Dazu habe ich ein Zeichen-Tablet genutzt und das Programm GIMP.
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie viele Abende und Nächte ich daran gesessen habe, aber es waren einige! Ich bin recht gut im Zeichnen auf Papier, jedoch nur bedingt erfahren in digitaler Bearbeitung, was daher viel Ausprobieren bedeutete, sowie Tutorials schauen und mehrfaches frustriertes und kopfschmerzenreiches Abbrechen der Arbeit. Es ist schlicht ein völlig anderes Medium und erfordert ganz andere Handgriffe und Techniken.
Letztlich habe ich es aber geschafft!
Die Weltkarte in Farbe, digital gezeichnet mit Tablet und GIMPIch denke, anhand des Stils und der Farbgebung ist deutlich, dass ich klar von den Karten Mittelerdes von Tolkien beeinflusst war. Mir hat die Schlichtheit in der Farbgebung bei den Mittelerde-Karten schon immer gefallen, sowie der Kontrast mit der roten Schrift, es stach einfach super für mich heraus und gab Tolkiens Karten eine visuelle Struktur, die es trotz Detailreichtum nicht gequetscht oder überladen wirken lässt. Man sieht die großen Namen zuerst und dann beim genaueren Hinschauen die kleineren Beschriftungen, ohne, dass alles um die Aufmerksamkeit unserer Blicke kämpft.
Daher habe ich mich für diesen Stil entschieden. Ja, in einem Forum wurde da mal mit den Augen gerollt á la „Uhhhh noch ein Möchtegern-Tolkien!“. Doch das störte mich nur bedingt. Jeder Künstler, sei es beim Zeichnen, Schreiben oder in der Musik, ist von uns vorangegangenen kreativen Geistern inspiriert worden. Aus diesen Inspirationen, wenngleich auf bestehenden Wurzeln gebaut, erstehen jedoch meist vollkommen neue Werke, die wiederum eine neue Generation beeinflussen und inspirieren.
Zudem sei klar gesagt, dass meine Kreation weit von dem entfernt ist, was ein Profi hinbekommt. Dennoch blicke ich mit Stolz auf das, was ich erschaffen habe mittels harter Arbeit und, wenn ich das so direkt sagen darf, durch Hartnäckigkeit.
Daher freut es mich umso mehr, dass die Karte bei der Herausgabe meines Fantasy-Debüts „Dolmatûm – Die Jagd nach dem Ësaroth„, sowie in den beiden Folgebänden der Trilogie, auch so abgedruckt wurde (wenngleich nicht in Farbe, sondern schwarz-weiß). Dann kann es ja so schlecht nicht sein, oder? Naja, so rede ich es mir zumindest ein… 🙂
Die professionelle Zeichnung
Seither ist einige Zeit vergangen und mittlerweile rückt das Erscheinen der Hardcover-Gesamtausgabe näher: „Dolmatûm – Die Deorn Saga“ – Die vollständige Trilogie in einem Buch!
In dieser Sonderausgabe wird gibt es eine neu aufgearbeitete Version meiner Weltkarte, die bei weitem alles übertrifft, was ich je hätte bewerkstelligen können. Dafür muss ich der großartigen @murphis_sketchbook , die geduldig und mit viel Liebe fürs Detail mit mir an der neuen Version gebastelt hat.
Wie schön sie geworden ist, könnt ihr hier sehen:
Weltkarte, wie sie im Sammelband „Dolmatûm – Die Deorn Saga“ erscheinen wirdIhr seht, der Weg war lang und, glaubt mir, recht beschwerlich (besonders beim digitalen Zeichnen von meiner Hand). Doch es hat sich ausgezahlt. Und auch wenn meine eigene Kreation nicht mit der eines Profis mithalten kann und auch wenn es lange Nächte gekostet hat, so würde ich die Erfahrung für kein Geld der Welt missen wollen. Es hat mir bewiesen, was man schaffen kann, wenn man sich nur richtig reinkniet.
Zugleich habe ich aber auch gelernt, mir einzugestehen, wenn das, was ich erschaffen habe, eine professionelle Aufarbeitung benötigt. Ein Eingeständnis, was nicht immer leicht, aber genau deshalb ungeheuer wichtig ist.
Hat euch der Einblick in die Entstehung meiner Weltkarte gefallen?
Was sind eure Meinungen zu den 3 Versionen?
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